Vier Abende, viele musikalische Welten
Was passiert, wenn vier Hörner zum Wunschkonzert einladen, Blockflöten Bach und die Backstreet Boys zusammenbringen, unterschiedliche Musikkulturen aufeinandertreffen – und ein Liederabend den Geist einer Schubertiade ins Heute holt? Dann entstehen Spielräume. Das neue Abonnement „Spielräume“ bringt im Ludwig-Dürr-Saal des Graf-Zeppelin-Hauses unterschiedliche Konzertformate und musikalische Welten zusammen. Aus den bisherigen Reihen „Kammerkonzerte“ und „Flying Sparks“ entsteht ein gemeinsamer Raum für Vertrautes und Neues, für außergewöhnliche Besetzungen und musikalische Begegnungen über Genre- und Kulturgrenzen hinweg.
Den Auftakt hierzu macht das Horn-Quartett german hornsound am 10. November. Die vier international gefragten Hornisten machen mit „#hornlikes 2“ ihre persönlichen Lieblingsstücke zum Programm. Händel, Mozart, Rossini, aber auch Wagner, Mahler oder Piazzolla: Mit eigenen Arrangements erschließt sich das Quartett ein Repertoire weit über die Originalliteratur für Horn hinaus. Und am Ende wird aus dem Konzert tatsächlich ein Wunschkonzert – denn das Publikum entscheidet mit, welches Werk gespielt wird.
Wildes Holz und Spark – Die klassische Band machen am 13. Januar gemeinsam „Mächtig Zunder“. Im Mittelpunkt steht bei beiden Formationen die Blockflöte – und die erweist sich als erstaunlich furchtlose Grenzgängerin. Bach trifft auf die Backstreet Boys, Barock auf Jazz, Klassik auf Rock. Virtuosität und musikalische Klasse treffen dabei auf jede Menge Spielfreude und die Lust, Genregrenzen hinter sich zu lassen.
Noch einmal andere Grenzen überschreitet am 17. April die Ugarit Band, ein Ensemble des Bridges Kammerorchester. Oud und Perkussion begegnen Violine, Querflöte und Kontrabass, arabische und persische Musiktraditionen verbinden sich mit Klängen aus dem Mittelmeerraum und europäischer Klassik. Die Musikerinnen und Musiker bringen ihre unterschiedlichen musikkulturellen Hintergründe ein und entwickeln daraus ihre eigene Musik – nicht als Nebeneinander, sondern als gemeinsame musikalische Sprache.
Den Abschluss bildet am 16. Mai ein hochkarätig besetzter Liederabend. Bariton Benjamin Appl, einer der profiliertesten Liedinterpreten seiner Generation, trifft auf Franziska Hölscher, Harriet Krijgh und Herbert Schuch. Mit Schubert und Schumann führt der Abend mitten hinein in die klassische Kammermusik und zugleich zurück zur Idee der Schubertiade: Musik als unmittelbare Begegnung zwischen Künstlerinnen, Künstlern und Publikum.
Vier Abende, vier ganz eigene Zugänge – vom klassischen Lied bis zum lustvollen Spiel mit Genres und musikalischen Traditionen. „Spielräume“ möchte dabei nicht vorgeben, wie ein Konzert klingen muss. Das neue Abo lädt vielmehr dazu ein, sich auf unterschiedliche Hörerfahrungen einzulassen – und Musik immer wieder neu zu entdecken.
Kathrin Staffler: Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsleiterin, Amt für Kunst und Kultur Friedrichshafen.
Abo „Spielräume
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