Junge Pianistinnen und Pianisten im Fokus
Seit einiger Zeit schon prägen die Earthquake-Matineen das musikalische Leben im Kiesel im k42. Die Idee der Reihe ist ebenso einfach wie anspruchsvoll: Junge Pianistinnen und Pianisten werden an einem entscheidenden Punkt ihrer Laufbahn vorgestellt – viele von ihnen haben bereits durch Wettbewerbe, Preise, internationale Konzerttätigkeit und eine klare künstlerische Handschrift auf sich aufmerksam gemacht. Im Zentrum steht dabei nicht allein technische Brillanz, sondern vor allem eine individuelle musikalische Sprache, die jede und jeder der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler auf ganz eigene Weise mitbringt.
Einmal im Monat, meist am zweiten Sonntagvormittag, lädt Earthquake zu einer knappen Stunde Klaviergenuss pur ein. Das Programm folgt dabei einem festen Gedanken: Ein Werk von Beethoven sowie ein zeitgenössisches oder modernes Stück sind für alle Mitwirkenden gesetzt. So entstehen spannende Dialoge zwischen Tradition und Gegenwart. Immer wieder werden Pianistinnen und Pianisten auch ein zweites Mal eingeladen – eine seltene Gelegenheit, künstlerische Entwicklungen über einen längeren Zeitraum hinweg mitzuerleben. Auf der Suche nach jungen Talenten stößt man dabei zwangsläufig auf außergewöhnliche Lebensläufe und starke Persönlichkeiten hinter dem Instrument.
Am Sonntag, 8. Februar, ist Tomasz Zając zu Gast. Der 30-jährige polnische Pianist gehört zu den aufstrebendsten Musikern seiner Generation. Seine internationale Konzerttätigkeit führte ihn quer durch Europa bis nach Japan und in den Iran. Neben Auftritten mit renommierten Orchestern hat er bereits mehrere vielbeachtete Alben veröffentlicht. Zając verbindet große stilistische Sicherheit mit Neugier auf unbekannte Klangräume. Sein Programm spannt einen weiten Bogen: von Chopins Fantaisie f-Moll über Beethovens Sonate op. 27 Nr. 1 bis hin zu Werken zeitgenössischer polnischer Komponistinnen und Komponisten. Ein Vormittag, der zeigt, wie lebendig, vielschichtig und persönlich Klaviermusik heute klingen kann. Wer sich also eines der heiß begehrten Earthquake-Tickets sichern möchte, sollte schnell sein – die Konzerte sind regelmäßig restlos ausverkauft.
Kathrin Staffler: Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsleiterin, Kulturbüro Friedrichshafen.
Earthquake mit Tomasz Zając, Klavier
So 8. Februar, Kiesel im k42 Friedrichshafen, 11 Uhr
Frédéric Chopin: Fantaisie f-Moll, Berceuse Des-Dur
Juliusz Zarębski: Berceuse
Ludwig van Beethoven: Sonate Es-Dur op. 27 Nr. 1
Martyna Kosecka: Nephélēs – Mists für Klavier solo (2016)
Zygmunt Krauze: Triptych (1964)
Jan Nowakowski: Fantasie über die Oper „Halka“
