Erb langsam 3.0 – ein suspekter Krimi
Die Polizei rätselt mal wieder: Da liegt doch glatt ein Ravensburger regungslos im Schussenpark herum. Das ist gegen die Vorschriften der bisherigen Baumschutzsatzung. Hat das was mit einer gleichzeitigen Vermisstenmeldung zu tun? Schwierige Frage. Aktiv werden bald noch ganz andere: Erbschleicher und –Schleicherinnen auf falschen Fährten, skurrile Gestalten auf heißen Spuren zu kalten Buffets. Klar: Unter der glatten Ravensburger Oberfläche … eigentlich sind alle verdächtig. Sicher ist nur: Ein närrisches Fasnachtsspiel zwischen Halbwahrheiten und Verwandlungen.
Apropos: Wer zur Milka kommt, verkleidet sich gerne. Also, wer mag, ermittelt mit auf Seiten der Gerechtigkeit im detektivischen Gewand des eigenen Vertrauens. Oder reizt das Kostüm der Übeltäter mehr? An Gauner-Vorbildern (heute, gestern, vorgestern, Fantasy) fehlt es ja nicht. Die Milka ist gespannt auf den Maskenball der Verwirrungen.
Ein „närrisches Theäterle“ im Kulturmagazin?
Bei der Gelegenheit: Alle Menschen haben verschiedene Talente. Aber nicht jedes Talent kann zu einem Beruf führen. Das gilt für den Sport, die Kunst, die Musik oder auch das Theater. Wenn man sich nun in der Freizeit dem Talent für das Theater widmet, dann rundet das die eigene Persönlichkeit ab. Und die Allgemeinheit hat etwas davon, wenn ein Verein eine Aufführung möglich macht. Sicher ist auch: Müsste man all die Aktiven auf und neben der Bühne bezahlen, dann wäre so etwas wie die Milka schlicht nicht finanzierbar.
Die Milka-Ideen-Gruppe um unseren Regisseur Marco Ricciardo schreibt jahrein, jahraus ein Stück, das immerhin gut 2.600 Gäste sehen und erleben. Es geht natürlich um Ravensburger Themen, aber es sollte auch für Gäste ohne kommunalpolitisches Fachwissen lustig sein. Und es ist ein richtiges Theaterstück, keine Abfolge von Sketchen: Es gibt einen Handlungsstrang, der sich auf der Basis des Hauptthemas entlang der sechs unterschiedlichen und in sich geschlossenen Szenen entwickelt. Und dann die Charaktere, einige wiederkehrend, andere einmalig. Daher ein großes Danke an Marco Ricciardo, Miri Kessel, Martina Blattner, Dr. Tobias Gerstung, Wolfgang Engelberger und Günther Bretzel.
Christoph Stehle: Erster Vorsitzender der Milka-Faschingsgesellschaft Ravensburg.
Milka 2026
Fr 6., Sa 7., Fr 13., Sa 14. und So 15. Februar, Konzerthaus Ravensburg, 20.11 Uhr.
Einlass ab 18.45 Uhr mit Sektempfang.
Finale gegen 23.15 Uhr: Start der legendären Milka-After-Party im Kleinen Saal.
Vorverkauf: Tourist Info im Lederhaus.
Foto: Kampagne 2025
