Händels „Messiah“ mit dem Tenebrae Choir und dem Kammerorchester Basel
Kaum ein Werk des Barocks hat eine so universelle Strahlkraft wie Georg Friedrich Händels „Messiah“. Seit seiner Uraufführung 1742 in Dublin zählt das Oratorium zu den Meilensteinen abendländischer Musikgeschichte – ein Werk zwischen Oper und Liturgie, das vom Trost der Erlösung und der Freude über das Leben erzählt. Wer je das berühmte „Halleluja“ live gehört hat, weiß, welche Wirkung Händels Musik entfalten kann: Sie erhebt, ergreift und überschreitet Zeiten und Glaubensgrenzen gleichermaßen.
In Friedrichshafen erklingt dieses monumentale Werk in einer außergewöhnlichen Besetzung: Der vielfach preisgekrönte Tenebrae Choir aus London unter der Leitung von Nigel Short trifft auf das renommierte Kammerorchester Basel. Was hier zusammenkommt, ist ein Gipfeltreffen zweier Spitzenensembles – die makellose Vokalpräzision der Briten und der stilistisch geschliffene, historisch informierte Klang des Basler Ensembles. Der Tenebrae Choir, von der New York Times als „phänomenal“ und vom Gramophone Magazine als „umwerfend schön“ gefeiert, steht für eine Vokalkultur von selten erreichter Transparenz. Seine Einspielungen wurden mit dem Gramophone Award, den BBC Music Awards und sogar einem Grammy ausgezeichnet. Dass das Ensemble auch Filmgeschichte geschrieben hat – etwa mit Choraufnahmen für James Camerons Avatar – zeigt die stilistische Spannweite seiner Klangkunst. Das Kammerorchester Basel, seit seiner Gründung 1984 für seinen Entdeckergeist und seine klangliche Vielseitigkeit geschätzt, gilt längst als eine der führenden Formationen Europas. In Projekten mit Solisten wie Vilde Frang oder Sol Gabetta hat das Kammerorchester Basel immer wieder seine außergewöhnliche Musikalität und künstlerische Raffinesse unter Beweis gestellt.
Händels Messiah bleibt ein Werk, das über Jahrhunderte hinweg Hoffnung und Zuversicht ausstrahlt. Zwischen jubelnden Chören, zarten Arien und erhabenen Trompetenklängen entfaltet sich ein musikalisches Bekenntnis von bleibender Kraft – barocke Klangpracht im besten Sinne.
Kathrin Staffler: Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsleiterin, Kulturbüro Friedrichshafen.
Händel: Messiah
Di 16. Dezember, Graf-Zeppelin-Haus Friedrichshafen, 19.30 Uhr
Kammerorchester Basel & Tenebrae Choir
Grace Davidson, Sopran // Martha McLorinan, Alt // Jeremy Budd, Tenor // Jimmy Holliday, Bass // Nigel Short, Leitung
Georg Friedrich Händel: „Messiah“ Oratorium HWV 56 (1741)
