In der Ravensburger Zehntscheuer wird der Oberschwäbische Kulturpreis verliehen
Wenn in der Ravensburger Zehntscheuer einmal im Jahr das „Kupferle“ als Oberschwäbischer Kulturpreis verliehen wird, ist stets klar: die Jury des Betreibervereins hat nach basisdemokratischer Diskussion zwei Künstlerinnen ausgewählt, die mit ihren Auftritten in den zurückliegenden Monaten das Organisationsteam besonders überzeugen konnten. Dabei spielen Kriterien wie Eigenständigkeit, Qualität der Performance und auch die Begeisterung des am jeweiligen Abend anwesenden Publikums eine zentrale Rolle. 2025 erhalten die seit 1989 vergebene Auszeichnung die finnische Neo-Soulsängerin Ina Forsman und der in Ravensburg lebende Folkrock-Musiker Michael Moravek. Beide spielen im Rahmen der feierlichen Preisverleihung mit ihren Bands jeweils etwa 60 Minuten.
Ina Forsman
Die in Finnland geborene und in Berlin lebende Künstlerin konnte mit ihrem Auftritt im April 2024 Publikum und Zehntscheuerteam begeistern. Ihre kraftvolle wie ausdrucksstarke Stimme nutzt sie, um klassischen Soulsound, Funk, Motown-inspirierte Grooves und Rhythm & Blues aufeinander treffen zu lassen. So entsteht ein dynamischer Retro-Klang, den Forsman mit ihrer Band zu etwas Eigenem macht. „In dieser Art von Musik sind die Emotionen so lebendig, dass man sie fast mit den bloßen Händen anfassen kann“, sagt die Sängerin zu ihren Vorlieben. Mit ihrem neuen Album „After Dark Hour“ will Forsman zudem Kraft spenden und lädt ihr Publikum ein durch die dunklen Momente des Lebens zu tanzen.
Michael Moravek
Der Ravensburger Folkrock-Musiker und Songschreiber tritt seit Jahren regelmäßig in der Zehntscheuer auf und konnte sein Publikum stets mit qualität- wie stimmungsvollen Programmen überzeugen. Die Klangkultur des US-amerikanischen Folkrock bildet für Moravek die Grundlage seiner Kompositionen, doch bieten seine Lieder eine sehr eigene Ästhetik. Diese entwickelt sich auch durch seine Produktionserfahrung. Die minimalistisch arrangierten Nummern des aktuellen Albums „Night Songs“ hat er rasch aufgenommen, kaum waren sie zu Papier gebracht. So ließ sich die flüchtige Magie seiner Kompositionen festhalten, ehe diese durch zu lange Bearbeitung verloren geht. Zu hören sind tiefgründig-atmosphärische Americana-Klänge, die erfüllt sind von hoffnungsvoller Melancholie. Für das Album erhielt Moravek eine Nominierung in der Jahreswertung für den renommierten „Preis der deutschen Schallplattenkritik“.
Michael Borrasch ist Geschäftsführer der Zehntscheuer und Mitglied der „Kupferle“-Jury.
Preisverleihung „Ravensburger Kupferle“
Sa 15. November, Zehntscheuer Ravensburg, 19.30 Uhr
Das Kupferle geht an: Ina Forsman und Michael Moravek
